3.Oktober 2026 19 Uhr | Bulgarisches Kulturinstitut Leipziger Straße 114-115, 10117 Berlin | Eintritt frei
1700 Jahre seit der Entdeckung des Wahren Kreuzes Christi
In diesem Jahr begeht die Orthodoxe Kirche den 1700. Jahrestag der historischen Auffindung des Heiligen und Lebensspendenden Kreuzes Christi in Jerusalem durch die heilige Kaiserin Helena. Dieses Ereignis, das die gesamte christliche Zivilisation nachhaltig geprägt hat, wird weltweit mit einer Reihe von kirchlichen und kulturellen Veranstaltungen gewürdigt.
Aus diesem besonderen Anlass und auf Einladung Seiner Eminenz des Metropoliten Antonij von West- und Mitteleuropa sowie mit dem Segen Seiner Eminenz des Metropoliten Nikolaj von Plovdiv hat die Abteilung für Museumswesen der Diözese Plovdiv gemeinsam mit dem Ministerium für Kultur und mit freundlicher Unterstützung des Bulgarischen Kulturinstituts in Berlin die Ausstellung kirchlicher Kulturgüter „Licht durch die Jahrhunderte“ vorbereitet. Die feierliche Eröffnung findet am 3. Oktober 2026 um 19:00 Uhr in der Galerie des Bulgarischen Kulturinstituts – Berlin statt. Der Festabend bietet dem Publikum die einmalige Gelegenheit, diese unschätzbaren Heiligtümer unmittelbar zu erleben und sie in ihrer ganzen Vollständigkeit und in einer besonderen Atmosphäre zu betrachten.
Damit die Ausstellung nicht zu einer bloßen trockenen historischen Erzählung wird, verbindet sie auf eindrucksvolle Weise kostbare jahrhundertealte Reliquien mit dem lebendigen Geist der heutigen orthodoxen Gemeinschaft. Die Besucher in Berlin haben die Möglichkeit, einzigartige liturgische Kostbarkeiten aus nächster Nähe zu betrachten. Einen zentralen Platz nimmt dabei das Altarkreuz aus der Kathedralkirche „Mariä Entschlafung“ in Plovdiv ein – ein herausragendes Beispiel für die feine und präzise Holzschnitzkunst, die für den christlichen Osten charakteristisch ist. Daneben werden liturgische Evangelien mit kunstvoll gearbeiteten Silberbeschlägen präsentiert, die die Frohe Botschaft und das erlösende Opfer Christi symbolisieren, ebenso wie kunstvoll gefertigte Rhipidien, die bei den Litanei Prozessionen als Symbol der himmlischen Engelsglorie verwendet werden.
Diese alten sakralen Gegenstände finden ihre natürliche Fortsetzung in der begleitenden Fotoausstellung mit ausgewählten Aufnahmen des Internationalen Fotofestivals „Mit uns ist Gott“ (Ausgaben 2025/2026 und 2026/2027). Von besonderer Ausdruckskraft sind dabei die Fotografien, die den Mitternachtsgottesdienst auf dem Kreuzberg (Krastova Gora) in den Rhodopen festhalten. Die Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart bildet zugleich die zentrale Botschaft des Kurators der Ausstellung, Erzpriestermönch Dr. Petar Eremeev. Er betont, dass sich die Formen der Kunst und die Technologien im Laufe der Jahrhunderte verändern, Christus jedoch derselbe bleibt. All diese Exponate sind keine bloßen toten Museumsgegenstände, sondern lebendige Zeugnisse des Glaubens – Gegenstände, die über Generationen hinweg von den Händen der Gläubigen und Priester berührt und bis heute mit Liebe bewahrt wurden.
Die Präsentation in Berlin ist nur ein Teil der umfassenderen Strategie der Diözese Plovdiv zur Erforschung, Bewahrung und Popularisierung unseres kirchlichen Erbes. Gegenwärtig laufen in Plovdiv intensive Restaurierungs-, Forschungs- und Digitalisierungsarbeiten. Ziel ist es, bis Mitte 2027 in der Stadt unter den Hügeln offiziell ein neues, modernes Kirchenmuseum zu eröffnen. Die neue Institution wird zudem über ein umfangreiches virtuelles Archiv verfügen, damit die Geschichten dieser unschätzbaren christlichen Reliquien Menschen auf der ganzen Welt erreichen können.