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AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG 75 Jahre Kunstgymnasium Sofia

Ausstellung von Professoren und Schülern

11. Mai 2026 19 Uhr | Bulgarisches Kulturinstitut Leipziger Straße 114-115, 10117 Berlin | Eintritt: frei

Die Ausstellung würdigt den 75. Jahrestag der Gründung einer der einflussreichsten Bildungseinrichtungen Bulgariens: der Nationalen Schule für Bildende Künste „Ilia Petrov“ in Sofia, die auch als das Kunstgymnasium bekannt ist.

Die Ausstellung, die in den Räumen des Bulgarischen Kulturinstituts in Berlin gezeigt wird, erweitert den Horizont des Wissens über die bulgarische Kunstschule und fungiert als Schnittpunkt kreativer Energien, an dem sich die Wege von Professoren und Schülern in einem gemeinsamen künstlerischen Raum vereinen.

Das Gymnasium wurde 1951 als erste spezialisierte Sekundarschule für bildende Künste in Bulgarien gegründet und als strategisches Zentrum zur frühen Entdeckung und Förderung junger Talente konzipiert. Seine Einzigartigkeit liegt in seinem spezifischen pädagogischen Modell: Die Lehrenden sind hier nicht nur Theoretiker, sondern aktiv tätige Künstlern. Dadurch wird das Atelier zu einem Raum der unmittelbaren Weitergabe von Erfahrung, in dem Wissen durch einen gemeinsamen schöpferischen Prozess erworben wird.

Anstelle einer traditionellen historischen Retrospektive setzt das Projektkonzept auf eine synchrone Lesart: Eine „Momentaufnahme“ des heutigen Zustands und des kreativen Potenzials. Der Fokus liegt auf den zeitgenössischen visuellen Suchbewegungen, die das Profil des Gymnasiums in der Gegenwart prägen, sowie auf dem authentischen Arbeitsrhythmus in den Ateliers. Im Zentrum der Ausstellung steht die Idee des „lebendigen Wissens“: Durch die parallele Präsentation der Werke wird sichtbar, wie sich der klassische Kanon und fundamentale plastische Prinzipien in mutige, zeitgenössische Strategien transformieren.

Der Professor am Kunstgymnasium verbindet die Rolle des Mentors organisch mit der eines provozierenden Künstlers und inspiriert so die nächste Generation. Die Ausstellung umfasst ein breites Spektrum an Medien – von klassischer Zeichnung und Malerei bis hin zu zeitgenössischen grafischen und räumlichen Formen. In diesem Dialog begegnen sich das jugendliche Streben nach Identität und die Reife des etablierten Profis. Die Ausstellung bekräftigt die Rolle des Gymnasiums als dynamisches Labor, in dem nicht nur technische Fähigkeiten, sondern auch ganzheitliche künstlerische Persönlichkeiten entwickelt werden, die sich im zeitgenössischen Kunstgeschehen orientieren können.

Olympia Daniel

Ort: Bulgarisches Kulturinstitut
Leipziger Str. 114 – 115, 10117 Berlin
Eintritt: frei  

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