Menu Close

AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG STOYAN TSANEV

8.Oktober 2026 19 Uhr | Bulgarisches Kulturinstitut Leipziger Straße 114-115, 10117 Berlin | Eintritt frei

80 Jahre seit der Geburt des Künstlers
Malerei und Grafik

Kuratorin: Dr. Lydmila Кutieva

Im Jahr 2026 jährt sich zum 80. Mal der Geburtstag des bedeutenden Burgaser Künstlers Stoyan Tsanev. Die Stadt Burgas organisiert in Partnerschaft mit der Kunstgalerie „Petko Zadgorski“ in Burgas und dem Bulgarischen Kulturinstitut in Berlin eine repräsentative Ausstellung mit seinen Werken.

Die Ausstellung präsentiert eine Auswahl an Gemälden und grafischen Arbeiten und zeichnet die Entwicklung der bildnerischen und plastischen Sprache von Stoyan Tsanev nach. Zu sehen sind Werke aus vier Jahrzehnten, die unterschiedliche Phasen und Richtungen seines künstlerischen Schaffens widerspiegeln.

Zu seiner frühen Schaffensperiode gehört das Porträt „Hristo Fotev“ (1974), in dem das vitale Wesen des Dichters eindrucksvoll wiedergegeben wird. Zu den ausgestellten Werken zählen außerdem „Schicksal“ (1978)„Metamorphose“ (1978) und „Mensch mit Käfig“ (1981). In diesen Arbeiten bewegt sich der Künstler frei vom Realistischen zum Surrealistischen und erweitert damit die Ausdrucksmöglichkeiten seiner visuellen Sprache.

Allmählich wird in Werken wie „Der Weg zum Tempel“ (1991)„Morgendämmerung“ (1994)und„Tagundnachtgleiche“ (1999)die Farbe zum zentralen Bauelement des künstlerischen Bildes. Die Linie ist nicht mehr das bestimmende formgebende Element, sondern tritt hinter die dominante Kraft der Farbgebung zurück.

In den 2000er-Jahren entstandenen Werken – „Hof mit Vogel“ (2000)„Grün“ (2001) und „Komposition“ (2009) – werden diese künstlerischen Untersuchungen weitergeführt und entwickeln sich in Richtung einer zunehmend größeren plastischen Freiheit und einer Konzentration der Ausdrucksmittel.

Es ist eine Phase intensiver kreativer Tätigkeit, in der Stoyan Tsanev mit dem Zusammenspiel von Farbe, Zeichen, Buchstaben und Form experimentiert. Allmählich etabliert sich der Minimalismus als ein wichtiges Prinzip seiner künstlerischen Sprache: Die Darstellung wird auf das Wesentliche reduziert, wobei jedes Zeichen und jedes Farbfeld eine eigenständige visuelle und inhaltliche Bedeutung erhält.

Die Ausstellung dient der Unterstützung der Bewerbung der Stadt Burgas um den Titel „Europäische Kulturhauptstadt 2032“.

Ort: Bulgarisches Kulturinstitut
Leipziger Str. 114–115, 10117 Berlin
Eintritt frei

Schreibe einen Kommentar