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Cyrillic Sounds 2026

29.Mai 2026 19 Uhr | Bulgarisches Kulturinstitut Leipziger Straße 114-115, 10117 Berlin | Eintritt: frei nur mit Voranmeldung unter: bki-anmeldung@bulgarisches-kulturinstitut.de

Im Rahmen der Eventreihe Cyrillic Sounds 2026 laden wir Sie ein, nonkonforme Lyrik aus Bulgarien zu entdecken. Henrike Schmidt und Andreas Tretner sprechen an diesem Abend über zwei bemerkenswert eigenwillige Bücher, die sie in diesem Jahr aus dem Bulgarischen ins Deutsche übertragen haben:

»Gedichte vom blauen Jungen« von Aleksandăr Vutimski. Mit zehn Jahren hat er seine gesamte Familie durch Tbc verloren, erkrankte 1938 selbst daran. Ein leuchtender Solitär, frühvollendeter Kopf einer jungen Sofioter Dichterbohème, trunken vor Inspiration und billigem Wein, permanent unter dem Existenzminimum, ohne festen Wohnsitz, pendelnd zwischen Kneipe und Klinik, Straße, Park und Absteigen. 

»Gelbe Gedichte« von Maria Virchov. Sie verschwand noch als Gymnasiastin in den achtziger Jahren aus ihrer bulgarischen Provinzstadt, um in Sibirien Punksängerin zu werden. 1995 erschien ihr Debüt »Gelbe Gedichte«, dem noch drei weitere Gedichtbände folgten, bevor sie 2011 mit Anfang 40 starb. Die Autorin und Performerin beeinflusste mit ihrer Fusion von Punk und Postmoderne eine ganze Generation, darunter ihren heute berühmten Dichterkollegen Georgi Gospodinov.

Zwei notorisch Unangepasste, deren Lyrik jetzt ihren Weg ins Deutsche gefunden hat.

Organisiert vom eta Verlag in Zusammenarbeit mit dem Bulgarischen Kulturinstitut in Berlin.

Ort: Bulgarisches Kulturinstitut
Leipziger Str. 114–115, 10117 Berlin
Eintritt frei nur mit Voranmeldung unter: bki-anmeldung@bulgarisches-kulturinstitut.de

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